HIV-PrEP
HIV-PrEP Wien 1020 – Verschreibung und Betreuung beim Hausarzt
PrEP (Präexpositionsprophylaxe) ist eine hochwirksame Methode, um sich vor einer HIV-Infektion zu schützen. Richtig eingenommen verhindert PrEP eine HIV-Übertragung nahezu vollständig. In unserer Ordination in Wien Leopoldstadt verschreiben und betreuen wir PrEP im Rahmen der Kassenversorgung – für alle Kassen, ohne zusätzliche Hürden.
Was ist PrEP?
PrEP ist ein antiretrovirales Medikament (Wirkstoff: Tenofovir/Emtricitabin), das vor dem Kontakt mit HIV eingenommen wird. Es verhindert, dass sich das Virus im Körper festsetzen kann. PrEP schützt nicht vor anderen STI – deshalb kombinieren wir die PrEP-Betreuung immer mit regelmäßiger STI-Testung.
Einnahme: täglich oder on-demand?
Es gibt zwei zugelassene Einnahmeschemata:
- Tägliche PrEP: eine Tablette täglich, unabhängig von sexuellen Kontakten. Empfohlen bei häufigem Sexualkontakt oder wenn regelmäßiger Schutz gewünscht wird.
- On-demand PrEP (2-1-1-Schema): 2 Tabletten 2 bis 24 Stunden vor dem Kontakt, je 1 Tablette 24 und 48 Stunden danach. Geeignet bei selteneren und planbaren Kontakten. Nur für Männer, die Sex mit Männern haben, zugelassen.
Welches Schema für Sie geeignet ist, besprechen wir im Erstgespräch.
Kosten und Kassenerstattung
Seit April 2024 erstatten ÖGK, BVAEB und SVS die PrEP-Medikamente mit bis zu 60 Euro pro Packung. Die Eigenkosten liegen damit bei rund 50 bis 60 Euro pro Monat. Die ärztliche Betreuung, Beratung und die notwendigen Laborkontrollen sind über die e-card abrechenbar.
Ablauf der PrEP-Betreuung bei uns
- Erstgespräch: Aufklärung, HIV- und STI-Testung, Nierenwertbestimmung
- Verschreibung und Wahl des Einnahmeschemas
- Kontrolle nach 4 Wochen (HIV-Test, Verträglichkeit)
- Folgekontrollen alle 3 Monate: HIV-Test, STI-Screening, Laborwerte
- Dauerhafte Begleitung und Anpassung bei Bedarf
„PrEP ist eine der wichtigsten HIV-Präventionsmaßnahmen der letzten Jahrzehnte. Ich freue mich, dass wir sie jetzt auch hausärztlich und kassenpflichtig anbieten können.“
Dr. Richard Brodnig, Arzt für Allgemeinmedizin
Für wen ist PrEP geeignet?
PrEP ist für HIV-negative Personen mit erhöhtem HIV-Risiko empfohlen – etwa bei wechselnden Sexualpartnern, Sex ohne Kondom oder wenn der Partner HIV-positiv ist. Auch Drogenkonsum mit gemeinsam genutzten Nadeln ist eine Indikation. Die Einschätzung des individuellen Risikos treffen wir gemeinsam im Gespräch.
Hat PrEP Nebenwirkungen?
PrEP wird von den meisten Anwender:innen sehr gut vertragen. In den ersten Wochen können leichte Magen-Darm-Beschwerden auftreten, die sich meist rasch legen. Selten kann PrEP die Nierenwerte beeinflussen – deshalb kontrollieren wir diese regelmäßig im Labor.
Was ist der Unterschied zwischen PrEP und PEP?
PrEP wird vorbeugend vor einem möglichen HIV-Kontakt eingenommen. PEP (Postexpositionsprophylaxe) ist eine Notfallmaßnahme, die nach einem möglichen HIV-Kontakt innerhalb von 72 Stunden begonnen werden muss. Wer regelmäßig PrEP nimmt, braucht in der Regel keine PEP.
Schützt PrEP auch vor anderen STI?
Nein. PrEP schützt ausschließlich vor HIV. Für den Schutz vor Chlamydien, Gonorrhoe oder Syphilis sind Kondome und regelmäßige STI-Testung weiterhin wichtig. Bei bestimmten Risikoprofilen kann zusätzlich Doxy-PEP sinnvoll sein.
Weitere Leistungen im Bereich sexuelle Gesundheit:
- STI-Testung – Umfassendes Screening
- Doxy-PEP – Prophylaxe nach Hochrisikokontakt
- HIV-PEP – Notfallprophylaxe nach Exposition
- HIV-Betreuung – Hausärztliche Begleitung
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